Im heutigen Beitrag erläutere ich einmal, wie Sie als Unternehmer Ihre Amazon Preise richtig kalkulieren müssen, ohne Verlust zu machen. Und nein es ist nicht einfach nur die Amazon Provision abziehen und fertig.

Algemeine Meinung zur Preisbildung

Immer wieder stoßen wir bei unserer Arbeit auf Händler, die zwar bei Amazon viel verkaufen, aber trotzdem keine nennenswerten Gewinne machen. Warum ist das so?

In den meisten Fällen nehmen diese Händler einfach Ihren Amazon Verkaufspreis + Versandkosten und rechnen davon die Amazon Provision runter. Danach wird noch der Einkaufspreis abgezogen und wo alla, was übrig bleibt ist der Gewinn.

Leider ist dem nicht so. Im folgenden erläutere ich noch einmal detailliert, wie Sie als Amazon Verkäufer Ihren Verkaufspreis richtig berechnen, ohne Verlust zu machen. Für alle Händler, die ihre Ware selber versenden bieten wir einen kostenlosen Zugang zu unserem eCommerce Preis Kalkulator an.

So wird der Amazon Verkaufspreis richtig berechnet!

Der obige Ansatz zur Ermittlung der Amazon Provision war erst einmal richtig, allerdings nicht der gesamte Weg. Die richtige Berechnung ist auch etwas kompliziert, da sich Provision und Verkaufspreis gegenseitig beeinflussen.

Der Trugschluss liegt in der Brutton / Netto Falle und der Tatsache, das Amazon seine EU Geschäfte aus Luxemburg führt. Damit wird die Provision vom Brutto gebildet und Netto berechnet.

Amazon erhebt auf die meisten Artikel 15% Provision. Bei einigen Produktklassen sind es zwar weniger, aber diese lassen wir jetzt mal außer acht. Für unser Beispiel nehmen wir jetzt mal einen Testartikel mit einem fiktiven Einkaufspreis von 50,- € der von uns zu einem Verkaufspreis von 100,- € auf Amazon angeboten wird. Zusätzlich erheben wir Versandkosten von 4,90 €.

Wichtig ist bei der Berechnung, das der Wert der Provision zwar vom Brutto gebildet wird, aber als Netto Wert in die Berechnung einfließt. Außerdem muss die Mehrwertsteuer vom gesamten Verkaufspreis inkl. Versandkosten errechnet wird. Auch hier ist zu beachten, das hier nicht einfach nur 19% abgezogen werden können, denn der Verkaufspreis enthält ja bereits die Mehrwertsteuer.

Bei der Rechnung ist es auch völlig unerheblich, ob Sie bereits bei Wareneinkauf einen gewissen Teil der Mehrwertsteuer entrichtet haben.

Normalerweise werden Rabatte vom Brutto gebildet und auch als Bruttowert abgezogen. Aber bei der Provisionsberechnung werden Brutto und Netto vermischt. Das fällt auch nicht so schnell auf, da die Amazon-Abrechnungen (auf Grund das Amazon nicht in Deutschland sitzt) ohne Mehrwertsteuer berechnet. Im obigen Beispiel sieht man anhand von Produkt3, das gerade bei Produkten mit kleinem Preis schnell ein Minus entstehen kann.

Bei dem obigen Beispiel ergeben sich so rechnerisch fast 18%, die bei Amazon bleiben. Amazon erhebet also damit auch die Provision auf die Mehrwertsteuer.

Fazit

Mit dieser kleinen Anleitung verstehen Sie wie sich die Preise bei Amazon für einen Händler wirklich zusammensetzten und berechnen lassen.

Für alle die es interessiert, stelle ich hier meinen eCommerce Preis Kalkulator kostenlos zur Verfügung. Für die Richtigkeit der Berechnungen übernehme ich keine Gewähr, da sich immer kleine Programmfehler einschleichen können.

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